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Dachbox lackieren – die 7 Schritte Formel, durch die der Lack definitiv auf Deiner Box hält!

Im heutigen Artikel geht es um das Dachbox Lackieren. Da wir gemerkt haben, dass dies ein Thema ist, zu dem viele Leute Fragen haben, aber nirgendwo klare Antworten finden, möchten wir die Sache nun so gut wie möglich klären. In diesem Artikel erfährst Du nicht, was die teuerste Methode ist. Mit folgender 7-Schritte Formel erreichst Du statdessen den sichersten Weg, der die geringsten Kosten mit sich bringt. Außerdem erfährst Du hier, was Du vermeiden musst, um die Oberfläche Deiner Dachbox nicht noch mehr zu ruinieren.

Wann macht das Dachbox Lackieren Sinn?

Es gibt mehrere Gründe dafür, seine Dachbox lackieren zu wollen. Es kann aus einem spontanen Gefühl heraus oder aus einer scheinbaren Notwendigkeit gemacht werden. Letzteres ist meist der Fall, wenn die Box nach häufiger Nutzung verwittert ist oder gebraucht gekauft wurde. Doch funktionell notwendig ist es eigentlich nie, sie zu lackieren. Denn auch verwitterte Dachboxen erfüllen ihren Zweck. Wenn es Spannungsrisse im Dachkoffer gibt, ist das Lackieren auch keine Lösung. In diesem Fall empfehlen wir gleich eine neue und preiswerte Dachbox zu kaufen. Es gibt nur zwei Gründe, bei denen sich das Lackieren lohnt:

  1. Optik
  2. Hell lackieren, um ein Erhitzen der Box in der Sonne zu verhindern

1. Schritt – Zuerst muss der Dachkoffer gereinigt werden

Damit sich unter dem Dachbox Lack kein Schmutz befindet, durch den die Lackierung wieder abbröselt, musst Du die Box zuerst reinigen. Dreck, Staub genauso wie Fett muss entfernt werden.

Verwende dafür keinen gewöhnlichen Hausreiniger! Ein solcher ist sehr aggressiv und hinterlässt unschöne Spuren. Verwende lösemittelfreie Reinigungsmittel. Benutze einen Schwamm und im Anschluss kaltes Wasser. Wenn Du zuhause kein solches Lösemittel hast, dann empfehle ich den lösungsmittelfreien Universalreiniger von Liqui Moli.
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Der alte Dachbox Lack

Wenn Du deine Dachbox lackieren willst, ist der alte Lack warscheinlich noch ganz oder in Teilen erhalten. Du solltest in der Regel nicht einfach darüberlackieren. Dies ist nämlich nur bei bestimmten Lacken möglich. Es wäre zu komplex, zu prüfen, ob es geht.

Unser Tipp: Gehe das Risiko lieber nicht ein. Einfach über die alte Lackschicht zu lackieren kann alles nur noch schlimmer machen.

2. Schritt – Den alten Lack abschleifen

Bevor Du die Dachbox lackieren kannst, schleife den alten Lack ab. Da es sich hier um Kunststoff handelt, verwende am besten Nass-Schleifpapier. Auch wenn dies etwas aufwendig ist, ist es die sicherste Methode. Raue die Dachbox damit an. Dies sollte nicht zu fein, aber auch nicht zu stark durchgeführt werden. Du kannst folgendes, wasserfestes Schleifpapier verwenden.

3. Schritt – Silikonentferner

Reibe im nächsten Schritt die Oberfläche mit einem Silikonentferner ab. Dabei ist zu beachten, dass dieser erst einwirken muss und sehr gründlich mit einem Tuch abgewischt werden. Der günsigste Silikonentferner, den wir finden konnten:

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4. Schritt – Checke das Material deiner Dachbox

Dieser Schritt ist sehr wichtig. Er entscheidet, wie und womit Du deine Dachbox lackieren musst.

Um herauszufinden, aus welchen Materialien deine Dachbox besteht, werfe einen Blick ins Herstellerhandbuch, erkundige dich im Internet oder frage beim Hersteller telefonisch nach.

Diese Varianten gibt es:

  • ABS (Acrylnitril-Butadien-Styro Kunststoff) ist am besten zum lackieren geeignet
  • GFK (Glasfaserverstärkter Kunststoff) hat eine stark ausgeprägte, lederartige Oberflächenstruktur

5. Schritt – Vor dem Lackauftrag: Primer oder Spritzspachtel

Verwende ab jetzt Handschuhe. Eine Grundierung ist nicht notwendig. Also achte unbedingt darauf, nicht ein Metall-Grundierungs-Spray zu verwenden! Die Grundierung ist nur bei Metall sinnvoll. Sie dient nämlich dem Schutz vor Wasser und somit vor Rost. Nachdem Du nun dein Material abgecheckt hast, gehe folgendermaßen vor.

  • Bei ABS: Trage eine Schicht mit dem Kunststoff Primer auf, welcher als Haftvermittler dient.
  • Bei GFK: Benutze keinen Kunststoff Primer, sondern beschichte mit einer Spritzspachtel. Weichmacher sind nicht notwendig, aber schaden auch nicht.

Zweck dieses Schrittes ist eine Haftvermittlung herzustellen und zugleich den alten Grund zu isolieren. Auf diese Oberfläche sollte nicht direkt der Lack aufgetragen werden. Denn dieser haftet nicht langfristig auf der Schicht.

Bei ABS-Material empfehlen wir diesen Kunststoff Primer

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Bei GKF-material empfehlen wir folgende Spritzspachtel

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6. Schritt – Füllern

Dieser Schritt ist nur notwendig, wenn jetzt noch Kratzer oder Dellen des Untergrundes vorhanden sind. Da sehr warscheinlich noch Unebenheiten auf der Oberfläche existieren, werden diese nun ausgefüllt. Dabei muss zuerst viel aufgetragen werden und im zweiten Schritt wieder solange abgeschleift werden bis die Oberfläche glatt ist. Viele Füller sind zugleich für Grundierungen zu gebrauchen, deshalb darf man sich nicht von den Namen beeinflussen lassen.

  • Nach der Spritzspachtel(also bei GKF-Material): Nur ein HS-Füller darf mit der Spachtel-Schicht in Kontakt geraten, weshalb dieser hier die beste Option ist.
  • Alles andere: Hier kann jeder Füller außer Grundierfüller verwendet werden, da dieser nur bei metallschichten benutz werden sollte. Nutze daher Express- oder HS-Füller.

Nach Spritzspachtel kannst Du z.B. diesen HS-Füller verwenden

Inter TrotonAcryl Füller HS 4:1 0,8L Grau + Härter 0,2L

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Bei allen anderen kannst Du obigen HS- oder diesen Expressfüller verwenden

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7. Schritt – Welchen Lack verwenden

Nun kannst Du die Dachbox lackieren. Suche Dir am besten eine Farbe aus, die deiner Autofarbe am nähesten kommt. Bei der Frage, welcher Lacktyp verwendet werden sollte, gibt es mehrere Möglichkeiten. Wir empfehlen das Verwenden von Klarlack oder Wasserlack. Eine Kombination ist auch möglich. Auf Autolack21 gibt es übrigens eine Fülle an Infos und Produkten rund um das Thema Lackieren.

Acryllack (meist in Spraydosen) darf nur bei GFK-Material verwendet werden. Dieser ist stabiler. Bei anderen Dachboxen, welche flexibler sind, kann der Acryllack leichter abbröseln. Folgenden Lack habe ich verwendet.
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Fazit

Wenn Du Dir jetzt denkst, „Das ist aber aufwendig“, dann habe ich eine gute Nachricht für Dich: Bei meinem Selbstversuch hat der ganze Prozess weniger als 90 Minuten gedauert. Allerdings müssen diese 7 Schritte wirklich alle umgesetzt werden. Wenn ein Glied dieser Kette fehlt, kann es sein, dass Du in wenigen Monaten wieder mit einer Dachbox dastehst, deren Lack zur Hälfte abgebröckelt ist. Leider sehe ich viel zu oft dieselben Fehler. Mit der 7-Schritte-Formel bist Du definitiv auf der sicheren Seite. Zusätzlich wirst Du das mit dieser Anleitung, so wie ich, vergleichsweise schnell und einfach erledigt haben.

Hier siehst Du noch einmal einfach und übersichtlich alles, was Du dafür benötigst. Wir haben die günstigsten Angebote für Dich herausgesucht. Vergewissere Dich bei allem, ob sich vergleichbares nicht bereits irgendwo in Deinem Haushalt befindet.

Alles, was Du für die sieben Schritte benötigst – Auf einen Blick

1. Lösungsmittelfreies Reinigungsmittel

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2. Schleifpapier

3. Silikonentferner

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5. Entweder Primer (bei ABS) oder Spritzspachtel (bei GKF)

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6. HS-Füller(immer möglich) oder auch Expressfüller(nicht, wenn Du eine Spritzspachtel verwendet hast)

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7. Der Dachboxen Lack

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Sollte doch mal der ein oder andere Kratzer auf der neu lackierten Dachbox entstehen, sollte man sich diese Tipps dafür anschauen: kratzer-entfernung.de


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Kommentare



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[…] Dachbox lackieren […]

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[…] Wie die Überschrift schon sagt, musst Du den alten Dachboxenlack entfernen und einen neuen auftragen. Wie das ganze im Detail funktioniert, ist auf folgender Seite sehr gut erklärt(ich möchte nicht Dinge erklären, wozu es bereits zahlreiche Anleitungen gibt): Dachbox Lackieren […]

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